Ashtanga-Yoga


Ashtanga Vinyasa Yoga ist genau genommen eine Atemtechnik - keine Akrobatik, auch wenn es oftmals so erscheint, wenn man Videos und Bilder von Ashtangis betrachtet.

Wir wollen unsere Atmung verbessern, "befreien" - vielleicht kennst du das: In Stresssituationen atmest du schneller, oberflächlicher. Durch die regelmäßige Praxis mit ruhiger, tiefer Atmung wirken wir diesem Effekt entgegen und werden mit der Zeit in Stresssituationen immer gelassener.

 

Der Schlüssel zur meditativen Praxis sind die drei Elemente des Tristana:

- Vinyasa: Die Einheit von Atmung und Bewegung - jeder Ein- und Ausatmung ist genau eine Bewegung zugeordnet

- Bandhas: Die sogenannten Energieverschlüsse (ähnlich dem Powerhouse im Pilates oder auch Aktivierung des Beckenbodens) - durch sie wird die Atmung gelenkt, wir laden uns mit Energie auf.

- Drishtis: Die festgelegten Blickpunkte zu jeder Bewegung - auch der optische Fokus kommt somit zur Ruhe.

 

In der Praxis ist die Atmung unser "eingebauter Pulsmesser" - durch Anwendung der Ujjayi-Atmung wird der Atem hörbar, ähnlich dem Rauschen des Ozeans. Diese Atmung trägt uns durch die Praxis und wir hören und spüren sofort, wenn wir über unsere Grenzen gehen.

 

Im Astanga-Yoga gibt es sechs aufeinander aufbauende Serien:

Primary Series (Yoga Chikitsa) - "Yoga-Therapie": Der Körper wird gestärkt und flexibel.

Intermediate Series (Nadi Shodana) - Stärkung des Nervensystems.

Die fortgeschrittenen Serien A, B, C, D.

Unterrichtet und geübt wird heute hauptsächlich die erste Serie.